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Camper-Route durch Asturien und die Picos de Europa in 7 Tagen

7-Tage-Route im Camper durch Asturien: Covadonga, die Seen, die Cares-Schlucht, Bulnes, Llanes, Lastres und Cudillero. Übernachten, Parkregeln und Fahrtipps.

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Marcos & Elena | Outdoor-Experten

Outdoor-Expertenteam

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Camper-Route durch Asturien und die Picos de Europa in 7 Tagen

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Es gibt nur wenige Orte in Europa, an denen du morgens vor einem Gletschersee auf über 1.000 Metern frühstücken und abends mit Blick auf das Kantabrische Meer zu Abend essen kannst. Asturien ist einer davon, und mit dem Van unterwegs zu sein ist wahrscheinlich die beste Art, diese Region zu verstehen.

Auf dieser Route verbinden wir das Beste aus zwei Welten: die asturische Seite der Picos de Europa (Covadonga, die Seen, die Cares-Schlucht und Bulnes) und die östliche und mittlere Küste mit Steilklippen, Bufones und Fischerdörfern wie aus dem Bilderbuch – Llanes, Lastres oder Cudillero.

Hier ist die Tag-für-Tag-Route, die wir selbst wieder fahren würden, mit ungefähren Kilometerangaben, entspannten Übernachtungsmöglichkeiten und allem, was du wissen solltest, bevor du deinen Van auf Bergstraßen lenkst.


Die Reise auf einen Blick

  • Dauer: 7 Tage / 6 Nächte.
  • Gesamtstrecke: Ca. 300–350 km (ohne Anreise nach Asturien).
  • Beste Reisezeit: Ende Mai, Juni und September. Weniger los als im Juli/August und lange Tage.
  • Fahrschwierigkeit: Mittel bis hoch in den Bergen (enge Straßen, scharfe Kurven und Steigungen); gering an der Küste.
  • Wichtigste Regel: Im Nationalpark Picos de Europa darfst du nicht übernachten. Schlafe außerhalb seiner Grenzen.

1. Die Route im Überblick

Tag Etappe ca. km Highlights
1 Cangas de Onís – Covadonga 15 Römerbrücke, Heilige Höhle, Basilika
2 Seen von Covadonga 25 Enol, Ercina, Seen-Rundweg
3 Cangas de Onís – Arenas de Cabrales – Poncebos 40 Cares-Wanderweg
4 Poncebos – Bulnes – Llanes 45 Bulnes und Ankunft an der Küste
5 Llanes – Ribadesella 35 Bufones de Pría, Gulpiyuri, Torimbia
6 Ribadesella – Lastres – Tazones 60 Mirador del Fitu, Lastres, Cidre
7 Tazones – Cudillero 80 Cudillero und Abschied

Die Kilometerangaben sind ungefähre Werte und hängen davon ab, wo du jeweils übernachtest.


2. Tag 1 und 2: Cangas de Onís, Covadonga und die Seen

Tag 1: Das Tor zu den Picos

Starte in Cangas de Onís, der perfekten Basis für den westlichen Teil der Picos. Spaziere über die Römerbrücke (eigentlich mittelalterlich) mit ihrem hängenden Kreuz, schau beim Sonntagsmarkt vorbei und trink deinen ersten Cidre in einer der Sidrerías.

Am Nachmittag fährst du hinauf nach Covadonga (etwa 10 km): zur Heiligen Höhle im Fels und zur Basilika aus rosafarbenem Stein. Komm am späten Nachmittag, um den Reisebussen aus dem Weg zu gehen.

Tag 2: Die Seen Enol und Ercina

Die Seen von Covadonga sind das große Wahrzeichen des Parks, aber beim Zugang gibt es Kleingedrucktes:

  • In der Hochsaison (Ostern, Sommer und einige lange Wochenenden) ist die Zufahrt mit dem Privatfahrzeug einen Großteil des Tages eingeschränkt, und es geht mit dem Shuttlebus von Park-and-Ride-Parkplätzen im Raum Cangas de Onís und Covadonga hinauf.
  • Termine, Zeiten und Bedingungen für große Fahrzeuge ändern sich jedes Jahr. Prüfe vor der Fahrt immer die offizielle Website des Nationalparks oder des Tourismusamts von Asturien.

Oben führt dich der Seen-Rundweg (ca. 5–6 km, leicht) an Enol, Ercina und den alten Buferrera-Minen vorbei. Selbst wenn die Straße offen ist, erspart dir der Shuttle eine anspruchsvolle Auffahrt und viel Ärger bei der Parkplatzsuche mit dem Camper.


3. Tag 3 und 4: Die Cares-Schlucht und Bulnes

Tag 3: Der Cares-Weg

Fahr nach Arenas de Cabrales (etwa 30 km) und von dort nach Poncebos, dem asturischen Startpunkt des Cares-Wegs: ein in den Fels gehauener Pfad hoch über dem Fluss, der bis nach Caín (León) führt.

  • Strecke: etwa 12 km einfach (24 km hin und zurück). Du kannst auch nur einen Teil gehen – schon das lohnt sich.
  • Parken: In Poncebos ist der Platz sehr begrenzt. Sei früh da oder lass den Van in Arenas stehen und fahr mit dem Taxi oder, falls vorhanden, mit lokalen Verkehrsmitteln weiter.

Zurück in Arenas besuchst du eine Reifehöhle des Cabrales-Käses. Er ist kräftig, aber probieren musst du ihn.

Tag 4: Bulnes und hinunter ans Meer

Bulnes ist ein Dorf ohne Straße. Von Poncebos aus erreichst du es zu Fuß (ca. 45–75 Minuten Aufstieg durch die Texu-Schlucht) oder mit der unterirdischen Standseilbahn. Klein, still und von Kalksteinwänden umgeben: einer der besonderen Momente der Reise.

Am Nachmittag geht es Richtung Küste: Von Arenas nach Llanes sind es etwa 35–40 km über Talstraßen.


4. Tag 5, 6 und 7: Die asturische Küste

Tag 5: Llanes und seine versteckten Strände

Am Vormittag der Hafen von Llanes mit den Würfeln der Erinnerung (Cubos de la Memoria), bemalt von Agustín Ibarrola. Danach die Schätze der Umgebung:

  • Strand von Gulpiyuri: ein Binnenstrand ohne direkten Zugang zum Meer – das Wasser kommt unter dem Fels hindurch.
  • Bufones de Pría: Felsschlote in der Steilküste, aus denen Wasser und Luft mit Wucht herausschießen. Geh bei starker Dünung und Flut hin und halte Abstand zur Kante.
  • Strand von Torimbia: eine perfekte Muschelbucht zwischen grünen Wiesen. Die Zufahrt ist eng; park oben und geh zu Fuß hinunter.

Den Tag beendest du in Ribadesella an der Mündung des Sella. Wenn dich Höhlenmalerei interessiert: Für die Höhle Tito Bustillo musst du vorab reservieren.

Tag 6: El Fitu, Lastres und Tazones

Fahr hinauf zum Mirador del Fitu: An klaren Tagen siehst du die Picos de Europa und das Meer gleichzeitig. Danach geht es hinunter nach Lastres, das hoch über dem Kantabrischen Meer klebt. Reist du mit Kindern (oder magst du Dinosaurier), ist das Jura-Museum von Asturien (MUJA) ganz in der Nähe.

Lass den Tag in Tazones ausklingen, dem kleinen Hafen an der Ría von Villaviciosa, dem Land des Cidre.

Tag 7: Cudillero

Ein letzter Sprung nach Westen bis Cudillero mit seinen bunten Häusern, die wie ein Amphitheater über dem Hafen aufsteigen. Fahr mit dem Van nicht in den Ortskern: Die Gassen sind extrem eng. Park am Ortseingang oder beim neuen Hafen und geh zu Fuß.


5. Übernachten mit dem Camper

  • Kommunale Wohnmobilstellplätze: Viele Gemeinden an der Küste und im Landesinneren haben eigene Stellplätze, oft mit Ver- und Entsorgung. Die an der Küste sind im August schnell voll.
  • Campingplätze: Es gibt viele in Cangas de Onís, Cabrales, Llanes und Ribadesella. In der Hochsaison solltest du reservieren.
  • Im Nationalpark: Übernachten im Fahrzeug ist nicht erlaubt, Campen ebenso wenig. Plane die Nächte der Tage 1 bis 4 in Orten außerhalb der Parkgrenzen (Cangas de Onís und Arenas de Cabrales eignen sich gut als Basis).
  • An der Küste: Vorsicht beim Parken an Stränden und Klippen. Das Küstengesetz (Ley de Costas) und kommunale Verordnungen verbieten das Parken an vielen dieser Stellen, besonders nachts.

Wenn du unsicher bist, was als Parken und was als Campen gilt, lies unseren Rechtsratgeber zum Übernachten in Spanien.


6. Was du unterwegs essen solltest

  • Fabada asturiana (Bohneneintopf) und Pote – auch im Sommer.
  • Cachopo: zwei panierte Schnitzel, gefüllt mit Schinken und Käse. Teil ihn dir.
  • Käse: Cabrales, Gamonéu und Afuega’l pitu.
  • Naturcidre, aus großer Höhe eingeschenkt, in jeder Sidrería in Villaviciosa, Cangas oder Llanes.
  • Arroz con leche (Milchreis) mit karamellisiertem Zucker obendrauf.

7. Praktische Tipps für Vans

  1. Bergstraßen: Die Auffahrt zu den Seen, die Zufahrt nach Poncebos und viele Küstenabschnitte sind eng und kurvig. Ist dein Fahrzeug länger als 6 Meter, prüfe jeden Abschnitt vorher.
  2. Tanken und Einkaufen: Tank voll und Vorräte auffüllen in Cangas de Onís oder Arenas, bevor es in die Berge geht.
  3. Wetter: Nebel kann die Seen innerhalb von Minuten verschlucken. Prüfe den Bergwetterbericht und hab immer eine Regenjacke dabei.
  4. Grauwasser: Nur an offiziellen Stellen entsorgen. Asturien legt viel Wert auf ein gutes Miteinander mit Campern – lass es uns gemeinsam erhalten.
  5. Netzabdeckung: Auf dem Cares-Weg und in einigen Tälern gibt es keinen Empfang. Lade Offline-Karten herunter.

8. Häufige Fragen

Kann ich mit dem Camper zu den Seen von Covadonga hinauffahren?

Außerhalb der Sperrzeiten in der Regel ja, auch wenn die Straße eng und anspruchsvoll ist. In der Hochsaison geht es nur mit dem Shuttlebus. Prüfe vor der Fahrt immer die aktuellen Regeln.

Darf ich im Van in den Picos de Europa schlafen?

Nein. Übernachten im Fahrzeug und Campen sind im Nationalpark nicht erlaubt. Schlafe auf Stellplätzen, Campingplätzen oder in Orten außerhalb der Parkgrenzen.

Welcher Monat ist am besten für diese Route?

Juni und September: gutes Wetter, lange Tage und weniger Menschen als im August. Wenn du Herbstfarben magst, ist auch der Oktober wunderschön, wenn auch regnerischer.

Und wenn mir noch ein paar Tage bleiben?

Fahr weiter nach Westen bis Galicien und häng unsere 5-Tage-Camper-Route entlang der Costa da Morte dran.

Schlagwörter:#routen#asturien#picos-de-europa#kantabrische-kueste#campervan
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Marcos & Elena | Outdoor-Experten

Redaktion

Unabhängige Reisende, die seit über 8 Jahren Fahrzeuge ausbauen und die Iberische Halbinsel bereisen. Alle Routen, Stellplätze und Schaltpläne in diesem Blog wurden vor Ort sowie anhand offizieller Verkehrs- und Umweltvorschriften überprüft.

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